ALLIGATOR Mineralputz K weiß
Mineralputz K ist ein mineralischer Schwerputz mit Kratzstruktur für innen und außen. Er ist wetterbeständig, diffusionsfähig, biozidfrei und geprüft in den ALLFAtherm-Dämmsystemen.
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Telefon: 03533/4879450
PRODUKTBESCHREIBUNG:
Mineralischer Schwerputz mit Kratzstruktur. Geprüft in den ALLFAtherm-Dämmsystemen.
EIGENSCHAFTEN:
• Wetterbeständig
• Diffusionsfähig
• Geringe Verschmutzungsneigung
• Sehr gute Verarbeitung
• Hervorragende Haftung auf allen mineralischen Untergründen
• Spannungsarm
• Biozidfrei
ANWENDUNGSBEREICH:
Außen und innen
WERKSTOFFBESCHREIBUNG:
Material: Normalputzmörtel (GP) nach DIN EN 998-1
Bindemittel: Mineralische Bindemittel nach DIN EN 197-1 und DIN EN 459-1, Kunstharzdispersionspulver
Dichte: ρ ≈ 1,6 kg/dm³
Wasserdampfdurchlässigkeit: μ ≤ 25 nach DIN EN 1015-19
Kapillare Wasseraufnahme: Kategorie W C2 nach DIN EN 998-1, C ≤ 0,20 kg/(m²·min0,5) nach DIN EN 1015-18
Druckfestigkeit: Kategorie CS II nach DIN EN 998-1, 1,5 N/mm² - 5,0 N/mm² nach DIN EN 1015-11
Haftzugfestigkeit: f HZ ≥ 0,08 N/mm² nach DIN EN 1015-12, Bruchbild A, B oder C
Wärmeleitfähigkeit: λ 10 dry,mat ≤ 0,72 W/(mK) für P=50 % nach DIN EN 1745, λ 10 dry,mat ≤ 0,78 W/(mK) für P=90% nach DIN EN 1745
Brandverhalten: Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 (nichtbrennbar)
VERBRAUCH:
• Körnung 1,5 mm: Verbrauch ca. 2,0 kg/m²
• Körnung 2,0 mm: Verbrauch ca. 2,7 kg/m²
• Körnung 3,0 mm: Verbrauch ca. 3,5 kg/m²
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
FARBTON:
Weiß und eingefärbt
LAGERHALTUNG:
Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt, in original verschlossener Verpackung. In original verschlossener Verpackung mind. 12 Monate haltbar.
HINWEIS:
Vor der Verarbeitung muss das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüft werden. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. Auf den "Leitfaden zu Prüfpflichten bei Anlieferung von Tönware im Rahmen der Untersuchungs- und Rügepflicht (§ 377 HGB)" des VDPM wird verwiesen.
Auf zusammenhängenden Flächen abgetöntes Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.
Angegebene Daten stellen Durchschnittswerte dar, die, bedingt durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe, von Lieferung zu Lieferung geringfügig abweichen können. Die Angaben beziehen sich auf Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.
UNTERGRÜNDE:
• Mineralisch gebundene Unterputze und Spachtelmassen
• Einsetzbar in WDVS, im Massivbau und in der Sanierung
• Der Untergrund muss tragfähig, eben, sauber, trocken, frostfrei und frei von haftmindernden Substanzen sein.
VOB, Teil C, DIN 18350 und 18345, Abs. 3 beachten. Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Merkblätter Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V.
Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
UNTERGRUNDVORBEREITUNG:
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.
Schutzmaßnahmen: Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.
Reinigung / grundieren der Untergründe: Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gegebenenfalls kann die Tragfähigkeit vom Untergrund durch den Einsatz geeigneter Grundierungen sichergestellt werden.
Dünnlagige Oberputze mit Korngrößen < 3 mm erfordern ggf. besondere Maßnahmen im Untergrund, z.B. eine Grundierung mit Kieselit Grundierfarbe, Ausgleichsspachtelung.
Vor Auftrag des Dekorputzes empfehlen wir zur besseren Verarbeitung und zur beschleunigten Filmbildung des Oberputzes besonders bei frischen mineralischen Unterputzen eine Grundierung mit Kieselit Grundierfarbe, ggf. eingefärbt.
WARTEZEITEN:
Die Wartezeit zur Überarbeitung eines neuen Unterputzes ist u.a. abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Schichtdicke. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % relative Luftfeuchte und dienen als Orientierung.
• Wartezeit mineralische Oberputze auf neuen mineralischen Unterputzen: mind. 2 Tage, bei > 5 mm mind. 1 Tag pro mm Unterputz-Schichtdicke.
• Wartezeit organische Oberputze auf neuen mineralischen Unterputzen: mind. 1 Tag pro mm Unterputz-Schichtdicke, mind. jedoch 5 Tage.
• Wartezeit organische Oberputze auf neuen organischen Unterputzen: nach vollständiger Durchtrocknung, mind. 2-3 Tage.
ALTE MINERALISCHE PUTZE, BETON:
Ggf. zusätzlichen Unterputz mit Gewebeeinlage unter den Oberputz aufbringen.
Schwach saugend, glatt: Kieselit-Grundierfarbe.
Grob porös, mäßig saugend, leicht sandend: Tiefgrund LKF oder Grundierfarbe P.
Stark saugend und sandend, mehlend, kreidend: Tiefgrund LKF oder Grundierfarbe P 1:1 mit L-66 TIEFENGRUND gemischt.
VERARBEITUNG:
Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.
Materialzubereitung:
• Körnung 1,5 mm: ca. 6,5 l Wasserzugabe pro Sack
• Körnung 2,0 mm: ca. 6,0 l Wasserzugabe pro Sack
• Körnung 3,0 mm: ca. 6,5 l Wasserzugabe pro Sack
Das Material kann mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk oder Zwangsmischer und sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden.
Nach ca. 3-5 Minuten nochmals durcharbeiten. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.
Witterungsabhängig beträgt die Verarbeitungszeit ca. 1,5 Stunden (Topfzeit). Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.
Den Oberputz mit einer rostfreien Kelle oder maschinell vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststoff- oder Holztraufel bzw. mit einem Kunststoff-Reibebrett gleichmäßig abscheiben.
Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.
Zusammenhängende Flächen zur Vermeidung von Ansätzen in der Strukturschicht ohne Unterbrechung fertigstellen. Große Fassaden in Abschnitte gliedern, nass in nass kontinuierlich auftragen und strukturieren.
MASCHINELLE VERARBEITUNG:
• Durchlaufmischer z.B. inoMIX F51 oder m-tec D10
• Förderpumpe z.B. m-tec P 25 V
• Mischpumpe z.B. InoCOMB Maxi power oder PFT G4
• Förderschläuche: Anfangsschläuche – Innen Ø 35 mm; Endschlauch – Innen Ø 25 mm
• Förderwege/ -höhe: Maximale Förderweite 50 m; maximale Förderhöhe 20 m (temperaturabhängig)
• Spritzgerät: Düsen-Ø 8 - 12 mm
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen. Bei Arbeitsunterbrechungen den Förderschlauch nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen lassen, Materialbehälter z. B. mit Folie abdecken und Pistole und Düse unter Wasser aufbewahren. Standzeit max. 30 min. bis zum Weiterverarbeiten, da sonst das Material im Schlauch erhärten kann.
Vor einer Arbeitspause ist der Materialbehälter in der Förderpumpe beim "offenen System" weitestgehend leer zu fahren, um einer Material-Tunnelbildung beim Wiederanfahren vorzubeugen. Vorgaben der Maschinenhersteller beachten.
BEACHTEN:
Aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften sind bei eingefärbten mineralischen und silikatischen Putzen geringe Abweichungen im Farbton und Fleckenbildung nicht immer zu vermeiden. Dies stellt keinen technisch-funktionellen Mangel dar und kann nicht beanstandet werden.
Um Farbungleichmäßigkeiten zu vermeiden, den Putz nach Durchtrocknung mit einer geeigneten Fassadenfarbe oder mind. mit einem Egalisationsanstrich (z.B. Kieselit Fassadenfarbe) beschichten.
Durch Auftrag einer mit Filmschutz ausgerüsteten Fassadenfarbe lässt sich das Risiko eines Befalls durch Mikroorganismen deutlich verringern.
Bei Hellbezugswerten (HBW) unter 20 muss der Putz in WDVS nach Durchtrocknung je nach Anforderung mit einer solar-reflektierenden Fassadenfarbe (TSR-Wert ≥ 25) in mindestens zwei Lagen beschichtet werden.
Auf massiven Wandbildnern sind bei HBW < 30 besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B. ein zusätzlicher Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage auf dem Leichtunterputz, bei HBW < 20 zusätzlich eine solar-reflektierende Fassadenfarbe mit TSR ≥ 25.
Grenzen der Umsetzbarkeit im jeweiligen System beachten. Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).
TEMPERATURGRENZE:
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
TROCKENZEIT:
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.
Grundbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein. Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Schichtdicke.
• Richtwert mind. 1 Tag pro mm Gesamtschichtdicke aus Unter- und Oberputz, jedoch mind. 14 Tage.
• Durch eine Grundbeschichtung mit Alligator Multigrund 3 in 1 vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei alkalischen Oberputzen, so dass bereits nach einer Standzeit von mind. 7 Tagen beschichtet werden kann. Alternativ können diese Putze mit Kieselit-Fassadenfarbe beschichtet werden.
• Besonders getönte Farbgebungen erfordern ggf. Maßnahmen.
REINIGUNG DER WERKZEUGE:
Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.
GEFAHRENHINWEISE UND SICHERHEITSRATSCHLÄGE:
Gefahr
Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden. Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. Schutzhandschuhe/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
Enthält: Weißzement, Portland-, Chemikalien, Calciumdihydroxid. Für gewerbliche/industrielle Anwendungen. Wäßrige Zementaufschlämmungen wirken alkalisch.
Entsorgung: Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen.
GISCODE: ZP1.
VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.
Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Zement, Calciumhydroxid, Polyvinylacetatharz, Calciumcarbonat, Silikate, mineralische Pigmente / Füllstoffe, Additive.
SICHERHEITSDATENBLATT BEACHTEN:
Nähere Angaben: Siehe Sicherheitsdatenblatt
Diese Technische Information ist auf Basis des neuesten Standes der Technik und unserer Erfahrungen zusammengestellt worden. Im Hinblick auf die Vielfalt der Untergründe und Objektbedingungen wird jedoch der Käufer/Anwender nicht von seiner Verpflichtung entbunden, unsere Werkstoffe in eigener Verantwortung auf ihre Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck unter den jeweiligen Objektbedingungen fach- und handwerksgerecht zu prüfen. Gültigkeit hat nur die Technische Information in ihrer neuesten Fassung. Überzeugen Sie sich bitte ggf. über die Aktualität dieser Fassung auf www.alligator.de
Die Datenblätter / Verarbeitung / Sicherheitsdatenblätter entnehmen Sie bitte auf der Homepage des Herstellers unter folgendem Link
https://alligator.de/produkte/daemmung/systemuebersicht/allfatherm-expertblu/mineralputz-k
Mögliche Gefahren und Gefahrenpiktogramme siehe bitte Bildergalerie
Aufgrund der Lichtverhältnisse bei der Produktfotografie und unterschiedlichen Bildschirmeinstellungen kann es dazu kommen, dass die Farbe des Produktes nicht authentisch wiedergegeben wird.
Dekorationsartikel gehören nicht zum Leistungsumfang.